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DIE FRAU VON FRÜHER
Schauspiel von Roland Schimmelpfennig
 
Der Inhalt

Ein Umzug steht bevor, es herrscht Aufbruchstimmung. Frank wird mit seiner Familie wegen des neuen Jobs nach Übersee ziehen. Die Wohnung ist bereits geräumt, nur die Umzugskisten stehen noch im Korridor. Frank und Claudia führen eine zur Routine gewordene Ehe, ohne große Leidenschaft. Ihr gemeinsamer Sohn Andy ist fast erwachsen und gerade zum ersten Mal verliebt. Er wird sich aber wegen des Umzugs bald von seiner Freundin Tina trennen müssen. Sollen sich beide ewige Liebe und Treue schwören?
Frank selbst hat seine erste Liebe längst vergessen – bis Romy Vogtländer plötzlich vor seiner Tür steht: »Damals hast du mir geschworen, dass du mich immer lieben wirst. Ich bin jetzt da, um dieses Versprechen einzulösen. «Vierundzwanzig Jahre nach ihrem ersten verliebten Sommer kommt diese Frau zurück und erinnert ihn an seinen Liebesschwur. Aber Frank ist seit 19 Jahren mit Claudia verheiratet! Ist es möglich, noch einmal von vorne zu beginnen, weiterzumachen, als hätte es kein Ende und keine Zeit dazwischen gegeben?

Roland Schimmelpfennig ist der meistbegehrte und produktivste junge deutsche Dramatiker. Er versteht es, kompakte Stücke zu bauen, den Figuren ihre eigene, adäquate Sprache in den Mund zu legen und dichte atmosphärische Netze zu weben. Ihm ist mit diesem Auftragswerk aus dem Jahre 2004 für das Wiener Burgtheater eines der subtilsten neueren Liebesdramen gelungen.
 
© Stadtbühne Sterzing - 18.02.08