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14. – 24. Februar 2004

Lustspiel von Marc Camoletti
Regie: Hans Hofer

Zum Stück:
Bernhard, viel beschäftigter Geschäftsmann, hat sich aus Frustration über seine permanent auf Einkaufstour befindliche Frau Claudia  eine junge Freundin angelacht, mit der er gerne einige Tage in trauter Zweisamkeit verbringen möchte. Also legt er seiner Frau nahe, ihre alte Mutter wieder einmal zu besuchen, die wahrscheinlich krank und handlungs- sowie kommunikationsunfähig in ihrem einsamen Landsitz dahinvegetiert und dringender Hilfe bedarf. Als Claudine nach anfangs lustlosem Ausweichen vorschlägt, sie gemeinsam zu besuchen, schützt er eine wichtige Dienstreise vor, die ihm just in diesem Moment telefonisch (natürlich von der Freundin fingiert) aufgebrummt wird. Da plötzlich findet Claudine ausgesprochen Gefallen an der Idee, ihre Mutter zu besuchen, und überredet sogar das Hausmädchen Anna mit einem etwas größeren Schein als Reisezuschuss, ihren alten Vater für einige Tage zu besuchen. Demnach steht das Haus für die nächsten Tage leer, was nicht nur niemanden zu stören scheint, sondern offensichtlich allen sehr gelegen kommt. Der Zuschauer merkt spätestens beim heimlichen Telefonat Claudia mit einem offensichtlich männlichen Gesprächspartner, worum es geht: sturmfreie Bude, leider aber mit Mehrfach-Belegung, was die Beteiligten natürlich (noch) nicht wissen.
Bernard bringt seine Frau liebevoll zum Bus, wo sie sich bereits heimlich mit ihrem "Chéri" verabredet hat, und sorgt auch dafür, dass Anna mit ihnen zusammen die Wohnung verlässt. Das Licht verlöscht.....
Als erste tappst Anna in die dunkle Wohnung zurück, da ihr die 100 Euro Reisegeld zu schade zum Verfahren schienen. Sie schnappt sich, vermeintlich der Herrschaft los und ledig, die Calvados-Flasche und begibt sich in ihr Zimmer, nicht ohne vorher wieder das Licht zu löschen...
In die wiederum dunkle Wohnung stolpern jetzt Claudia und ihr Freund Robert, Boxer seines Zeichens und offensichtlich etwas tumb. Während Claudia erwartungsvoll einer sündigen Liebesnacht entgegenfiebert und sich in frivolen Bemerkungen ergeht, druckst Robert nur herum, man sei besser zu ihm gegangen, ihm sei es hier unangenehm, vielleicht komme ja der Ehegatte......
Natürlich platzt in dieses etwas holprige Tète-à-tète die nichtsahnende Anna hinein, und schnell durchschaut sie, dass der  von der peinlichst berührten Claudia flugs zum alten Jugendfreund umdefinierte Robert andere Dinge als wichtige Gespräche mit Claudia zu erledigen hat. Und ihre reaktionsschnell vorgetäuschte Begriffsstutzigkeit bezüglich der Geheimhaltung dieses Zusammentreffens lässt sich nur mit einigen Scheinen der Ehebrecher "in spe" beseitigen.
Als nun das ungleiche Paar endlich im Schlafzimmer verschwindet und Anna wieder unter Löschen des Lichtes in ihr Zimmer gegangen ist, tauchen natürlich die letzten beiden Turteltauben auf - Bernhard und Kathrin, eine junge, noch etwas naive und heiratswütige Frau. Während sie ihr künftiges Heim inspiziert und zu Bernhards Entsetzen von Heiraten und Neueinrichten spricht, überlegt dieser verzweifelt, wie er ihr die zeitliche Begrenzung ihres Aufenthalts in diesen Räumen klarmachen soll. Und dabei sind dem Autor die haarsträubendsten Ausreden eingefallen, die sich so ein in Bedrängnis geratener Liebhaber nur ausdenken kann. Da soll neu tapeziert werden, obwohl die Wohnung offensichtlich gerade erst renoviert wurde.....

Die Personen und ihre Darsteller:  
Bernhard, ein Geschäftsmann - Klaus Keim
Claudia, seine Frau - Anna Larch
Anna, eine Perle von Hausmädchen - Susanne Egger
Robert, ein Boxer - Thomas Mair
Kathrin, Bernhard's Geliebte - Ulrike Declara

Bühne / Requisiten: Luis Niederstätter, Georg Keim, Christoph Hofer, Gerti Plattner, Michael Überbacher, Peter Baur
Licht / Ton: Benjamin Stötter, Urban Larch, Benno Hofer, Erich Alpögger
Kostüme / Requisiten: Marlene Grasl, Maria Kohlhuber
Maske: Alexandra Braidotti, Annelies Fink, Barbara Hofer, Susanne Holzer
Grafik: Erich Gogl
Öffentlichkeitsarbeit: Ludwig Grasl, Sabine Reitmeier, Erich Gogl
Weitere Mitarbeiterinnen: Doris Volgger, Romina Keim, Ida Holzknecht, Christina Mair, Anna Holzknecht, Andrea Mair, Martina Aichholzer, Veronica Origo,
Martina Trenkwalder, Sarah Siller, Karin Holzknecht, Sonja Lorandi, Daniela Kohlhuber, Valentina Maggio
Regie: Hans Hofer
Gesamtleitung: Erich Gogl

 

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